Ausschreibung, Projektentwicklung & Fördermittel-Blog

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Austauschplattform für Interessierte zu den Themen Fördermittelbeantragung und Projektentwicklung

Der www-Schlüssel zum Projektmanagement

Heinz Scheuring

Der www-Schlüssel zum Projektmanagement
Eine kompakte Einführung in alle Aspekte des Projektmanagements und des Projektportfolio-Managements
Zürich 2002

Bei der Fülle an Projektmanagement-Literatur ist es immer schwierig über die Berechtigung weiterer Veröffentlichungen und neuer Werke zu diesem Themenfeld zu diskutieren. Doch soll dieser Aspekt hier nicht im Fokus stehen. Die Angebotspalette ist wahrlich groß. Trotzdem dominieren beim Thema Projektmanagement vielerorts lediglich Erfahrung und Intuition.
Was jedoch gegenwärtig – und dies trotz (oder gerade) des allgegenwärtigen Angebotes an Literatur und Seminaren zum Thema – durch fehlende Struktur und Systematik sowie mangelhafte Führungsarbeit in Projekten an Geld und Ressourcen sowie Arbeitsfreunde und Motivation verloren geht, ist kaum zu ermessen.
Gleichzeitig wächst jedoch die Erkenntnis und Einsicht zum professionellen Umgang mit der Notwendigkeit zum Wandel. Diese Tatsache ist dabei im Zusammenhang mit der Projektarbeit zu einem zentralen Erfolgsfaktor geworden. Und das annähernd in jedem Bereich der privaten Wirtschaft, aber auch in jeder Institution des öffentlichen Bereichs oder anderer Non-Profit-Bereiche.
Projektmanagement ist oder sollte inzwischen zu einer Kernkompetenz eines jeden modernen Betriebes geworden sein.
Und so lautet die einfache Botschaft des Buches unmissverständlich: Projektmanagement geht alle an. Denn immer weniger ist statisches Expertenwissen in einzelnen Fachbereichen gefragt, dafür umso mehr die Fähigkeit, Probleme zu lösen und bezüglich Innovationen stets eine Nasenlänge voraus zu sein. Damit sollte Projektmanagement, im Grundverständnis des Begriffes und seiner professionellen Auslegung, zu einem unverzichtbaren Instrument jeder modern agierenden Organisation gehören.
Der www-Schlüssel zum Projektmanagement vermittelt an dieser Stelle Projektleitern, Organisatoren, Projektportfolio-Managern, aber auch Studenten und Dozenten praxisnahe Methoden und weiterführende Empfehlungen für ein effizientes Projektmanagement.
Dazu gehören neben einer Reihe aktueller Ansätze auch Themen, wie das Management des gesamten Projektportfolios, die Informatikunterstützung im Projektmanagement und das projektorientierte Unternehmen.
Die Kompaktheit des Werkes findet Ergänzung, Weiterführung und Vertiefung im Internet unter www.pm-schluessel.com.

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Erfolgreich durch Spezialisierung

Kerstin Friedrich
Erfolgreich durch Spezialisierung
2. Aufl.
Heidelberg 2007

Ein lesenswertes und sehr informatives Buch für alle Unternehmer, egal ob groß oder klein, sowie für alle Freiberufler und Selbstständigen. Kurz für alle Menschen, die in ihrem beruflichen Leben vor der stetig gleichen Herausforderung stehen, mehr Profil zu zeigen, mehr Erfolg zu haben und mehr Wachstumspotenzial zu generieren.
So lassen sich die Kernaussagen des Buches verhältnismäßig schnell unter dem Motto zusammenfassen: der Weg zum Erfolg führt über die richtige Spezialisierung und über die kluge Erweiterung des eigentlichen Kerngeschäftes.

Alle wirklichen Unternehmenserfolge sind Konzentrationserfolge.

In diesem Sinne zeigt die Autorin anhand vieler konkreter Beispiele, wie man die richtige Spezialisierung oder das passende Spezialgebiet finden kann, wie man das eigene bereits vorhandene Kerngeschäft erweitert, sich auf Märkten positioniert, absichert und gleichzeitig neue Möglichkeiten erschließt.
Klar definiertes Ziel muss es demnach sein, sich an der Spitze von anderen Mitbewerbern abzusetzen.
Andererseits wird immer auch deutlich, dass die Frage – Worauf konzentriere und richte ich meine Kräfte – zu den schwierigsten und zugleich wichtigsten Fragen im Wirtschaftsleben überhaupt gehört. Und dies völlig unabhängig davon, ob das Unternehmen nur aus einer Person oder aus hundert Personen besteht.
Doch die Autorin erwähnt nicht nur die notwendigen Vorteile der Spezialisierung und untermauert dies mit passenden Beispielen. Ebenso geht sie auf die vielen Vorurteile gegenüber den Spezialisierungstendenzen ein. Immerhin vertreten viele Freiberufler noch immer die Meinung, das ein möglichst breites Wissen und Leistungsspektrum die beste Grundlage einer erfolgreichen Existenzsicherung ist. Ein Denkmuster, welches vor dem Hintergrund des schulischen Systems – wer viel weiß und alles kann, der ist der Beste – nicht abwegig erscheint.

Inhalt:

1. Die Macht der Spezialisten

2. Wie man sich richtig spezialisiert

3. Methodik. So finden Sie Ihr Spezialgebiet

4. Marktführer – was dann?

5. Strategie ist nicht alles. Was man sonst noch braucht

Am Ende ist es jedoch egal, für welche Art der Spezialisierung man sich entscheidet. Wichtig ist es die Begeisterung für das mitzubringen, was man tun will oder was man bereits tut. Statt der Freude am Prozeß empfiehlt sich dazu die Freude am Ergebnis.

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Projektarbeit bei Klein- und Mittelvorhaben – Strukturiertes Arbeiten trotz Zeit- und Kostendruck

Max L. Wulf  / Hans-Helmut Krause
Projektarbeit bei Klein- und Mittelvorhaben
Strukturiertes Arbeiten trotz Zeit- und Kostendruck
2. Aufl.
Renningen 2007

Wie können Projektarbeit und Tagesgeschäft in Einklang gebracht werden?   Wie lassen sich die oftmals recht unklar formulierten „kleinen“ Vorhaben nebenbei durchsetzen? Wie geht man mit der zunehmenden Flut von kleinen Projekten um?
Auf diese Fragen versuchen die beiden Autoren schlüssige und nachvollziehbare Antworten zu geben. Deshalb folgt der inhaltliche Aufbau des Buches adem Motto – wenn jemand ein Projekt leitet, dann kann er viel erzählen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn gerade bei kleineren Projektvorhaben, die äußerlich nicht den Stellenwert größerer Projekte genießen, können sich Probleme schnell summieren. Da lassen oft kleinere Zuarbeiten auf sich warten, weil sie im Interesse des Tagesgeschäftes oder größerer Vorhaben zurückgestellt werden. Oder sie bleiben ohne Ankündigung oder Erklärung ganz aus. Besprechungen hinterlassen mitunter den Eindruck der Zeitverschwendung ohne das man in der Sache weiter kommt. Auftraggeber sprechen eine andere Sprache oder können sich nur schwer entscheiden, Dokumentationen verzögern sich und von den Kosten will man erst gar nicht reden.
Dabei hören sich kleine Projekte meist recht harmlos an. Doch praktisch stellt sich nicht selten genau das Gegenteil heraus, denn kleine Projekte binden nicht nur unverhältnismäßige zeitliche, sondern ebenso auch personelle Kapazitäten.
Wichtig ist es deshalb gerade bei Kleinprojekten, das man vom Start an nicht den Überblick verliert und sofort mit einer großen Portion Visualisierung und Strukturiertheit ans Werk geht, um alle Probleme in ihrer tatsächlichen Tragweite zu erkennen, klare Zielerklärungen zu formulieren, Erwartungshaltungen und Ansprüche festzulegen und Etappen der Abarbeitung nachvollziehbar zu machen.
Diesen Umständen Rechnung tragend, zeigt das Buch Wege und Möglichkeiten zur erfolgreichen Bewältigung von kleinen und mittleren Projekten auf und beginnt dazu ganz allgemein mit einer Kurzeinführung in das Arbeitsfeld – kleine und mittlere Vorhaben
-    Was zeichnet Projekte aus?
-    Was zeichnet kleine Projekte aus? (Besonderheiten im Vergleich zu Großvorhaben)
-    Startphase
-    Führung
-    Kosten

Anhand der Projektmanagement-Uhr wird nachfolgend Schritt für Schritt dargestellt, mit welchen Mitteln insbesondere kleinere Projekte effizient und erfolgversprechend bewältigt werden können:

Projektorganisation. Welche Fragen sind zu beantworten. Was muss vorbereitet sein. Wie sollte die Anlage eines Projekttagebuchs erfolgen. Welche möglichen Probleme können im Laufe des Vorhabens auftauchen.

Projektziele/Festlegung der Aufgabenverteilung. Welche  Zieldetaillierung des Vorhabens macht einen Sinn. Welche Standardisierung von Arbeitsaufgaben kann wie erfolgen.

Projektleitertätigkeit/Effektivität der Teamarbeit. Wie sollte eine günstige  Teambesetzung aussehen. Welche Form der Kommunikation sollte  untereinander und zu den Partnern existieren. Wo können Konfliktherde entstehen. Was ist wichtig um die Motivation hoch zu halten.

Projektergebnisstruktur. Was sollte Beachtung für den Arbeitsablauf und den Stukturaufbau finden. Welche Fragen, können daraus resultieren. Wie sollte die Grobplanung aufgebaut sein.

Arbeitspakete. Welche Verteilung der Arbeiten ist sinnvoll.

Abläufe/Dokumentation. Was sollte wie dokumentiert werden.

Kostenplanung/Terminplanung. Aufbau, Inhalt.

Projektsteuerung. Arbeitsweise, Organisation

Änderungsintegration. Wie lassen sich unverhoffte Änderungswünsche, z.B. durch den Auftraggeber,  schnell integrieren.

Projektbesprechungen. Aufbau, Inhalte, Teilnehmer der Besprechungen,  Zeiten,  Fehlerquellen.

Berichterstellung/Informationspolitik. Was muss erfasst werden. Wer muss in welchem Umfang  informiert werden.

Projektende. Was ist zu beachten bei der Abrechnung.

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DER GUTE DRAHT ZU DEN MEDIEN

Antje-Susan Pukke, Holger Goblirsch
DER GUTE DRAHT ZU DEN MEDIEN. Strategien und Tipps für erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit.
Frankfurt am Main 1996

Als ihre Zielgruppe definieren die Autoren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bildungsträgern, sozialen oder kulturellen Einrichtungen sowie kleinen mittelständischen Unternehmen, die in ihrem Arbeitsalltag regelmäßig oder aber erstmalig mit der Öffentlichkeitsarbeit konfrontiert sind. Jeder, der regelmäßig PR-Arbeit leisten muss weiß, dass die Arbeit mit den Medien und mit Medien immer schwieriger wird.
Erstens, weil sich unsere Gesellschaft immer weiter differenziert und inzwischen jeder seine eigenen Zielstellungen bekannt machen will.
Zweitens, sich die gesamte Presselandschaft mit neuen Radio- und Fernsehsendern, neuen Zeitungen und Zeitschriften ständig erweitert. (Ganz zu schweigen von den Möglichkeiten des Internets)
Diese Situation hat wiederum Vor- und Nachteile gleichermaßen, denn einerseits existieren damit immer bessere Möglichkeiten seine eigene Thematik medial bekannter zu machen. Und andererseits wird es jedoch in dieser Flut von Informationen auch immer schwerer sich Gehör und Beachtung zu verschaffen.

Kurz zum Inhalt:
Das Buch versucht in einer übersichtlichen Anordnung und Gliederung verständliche Hinweise, Grundlagen, Tipps und Vorschläge zum Thema Öffentlichkeitsarbeit zu geben. Wichtige, für die Thematik relevante Fragestellungen werden nachvollziehbar und mit vielen praktischen Hinweisen, was nützlich sein kann und was man unterlassen sollte, aufgegriffen und beantwortet:
- Wie sieht eine gute Pressemitteilung aus?
- Wie organisiert man eine Pressekonferenz?
- Wie findet man die richtigen Ansprechpartner, die richtigen Adressen?
- Wie wird ein guter Presseverteiler aufgebaut?
- Wie und wann setzt man welches Mittel richtig ein – Pressemitteilung oder Pressekonferenz?
- Wie geht man mit Journalisten um?
- Was tut man, wenn Journalisten auf einen zukommen?
- Wie schreibt man Pressetexte?
Vereine, Verbände, Bürgerinitiativen, kleine Unternehmen, kurz, alle, die mit den Aufgaben von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betraut sind, finden hier eine ganze Fülle von praktischen Hinweisen und Anregungen für die professionelle Gestaltung von jeglicher Medienarbeit. Vom richtigen Umgang mit Journalisten und Redakteuren bis hin zur optimalen Vorbereitung auf Interviews in Radio oder Fernsehen. Die gelungene Vermischung von konkreten Tipps – z.B. wie man richtig schreibt oder die Informationen über das eigene Produkt gestaltet sowie Checklisten mit weiterführenden Informationen und zahlreichen positiven wie negativen PR-Beispielen macht das Buch nach wie vor zu einem lesenswerten und umfassenden Handbuch für eine erfolgreichere Öffentlichkeitsarbeit.
Zusätzlich bietet das Buch zum Abschluss eine gute Zusammenfassung der publizistischen Grundsätze des Deutschen Presserats (Pressekodex).

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Öffentliche Fördermittel, eine einfache Möglichkeit zur Projektfinanzierung?

Wer in öffentlichen Fördergeldern nur die unproblematische Möglichkeit sehen will, sich selber, das eigene Vorhaben oder gar eine sich auftuende Etatlücke nach eigenem Gutdünken zu schließen, der kann schnell auf dünnes Eis geraten. Denn öffentliche Fördermittel sind als solches Zuwendungen des Staates und damit immer an einen expliziten Zweck gebunden und mit Sicherheit nicht als Geschenk zu betrachten. Als staatliche Zuwendungen stehen Fördergelder vielmehr für ganz bestimmte Zielstellungen bereit. Dabei geht es den Vergabestellen insbesondere darum, konkrete politische und wirtschaftliche Ziele anzuschieben, zu stärken, zu stabilisieren oder einfach nur populär zu machen. Das sollte jedem Beantragenden der mit öffentlichen Fördergeldern plant klar sein, denn er als Empfänger hat die dafür vorgegebenen Kriterien nicht nur zu kennen und zu akzeptieren, sondern diese anschließend nachweislich und überprüfbar zu erfüllen. Deshalb kann es nie schaden, wenn man sich zu Beginn einer Beantragung öffentlicher Fördergelder einen Überblick darüber verschafft, welche Fördermittel es gibt und welche Bedingungen und Anforderungen diesen zu Grunde liegen. Wenn das geschehen ist und dabei einige vielversprechende Förderanträge herausgesucht sind oder in der engeren Wahl stehen, so sollte zunächst die zu jedem Antrag gehörende Förderrichtlinie genau durchgelesen werden. Beim Umfang einiger Förderrichtlinien kann das mitunter eine zeitaufwendige Tätigkeit sein. Doch den Text nur oberflächlich zu überfliegen, kann sich am Ende als fatal herausstellen. Schließlich wird in den Richtlinien genau definiert, wer antragsberechtigt ist und welche Rahmenbedingungen und Anforderungen zu erfüllen sind, welche Art der Finanzierung vorgegeben ist und über welchen Zeitraum diese erfolgt. Erst dann kann eine wirkliche Entscheidung darüber getroffen werden, ob sich der Aufwand und die Arbeit tatsächlich lohnen ein solches Programm zu bewerben. Sicher ist bei aller Professionalität der Antragsbearbeitung nur, dass es eine hundertprozentige Garantie für einen positiven Fördermittelbescheid nicht geben wird. Dazu spielen zu viele Faktoren in der Endabrechnung eine Rolle. Sicher gibt es Möglichkeiten die eigenen Chancen zu optimieren. Doch gleichgültig ob die Fördermittel am Ende der Beantragung gewährt werden oder eine Ablehnung eingeht, der Arbeitsaufwand bleibt für den Beantragenden im Endeffekt gleich. Auch das bleibt eine Tatsache.
Rechnet man alle öffentlichen Förderprogramme für das gesamte Bundesgebiet hoch, so sind ständig zwischen 1.500 und 2.000 verschiedene Ausschreibungen aktiv. Dabei zielt die Mehrheit dieser Förderprogramme daraufhin ab, die unterschiedlichsten Personen, Unternehmen, Institutionen oder Regionen zu unterstützen. Die Bedingungen für ihren Erhalt sind klar definiert, so dass im Endeffekt die politisch gewollten oder zumindest bevorteilten Ziele der ausschreibenden Behörde auch wirklich erreicht werden. Nur wer diese Bedingungsvorgaben akzeptiert und dies im Antragstext darstellt, kann relativ sicher mit Fördergeldern rechnen.

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Erfolgreiche Fördermittelbeantragung mit Methode!

Den Prozessverlauf einer erfolgreichen Fördermittelbeantragung mag jeder, der dies bereits selber einmall durchlebt hat, aus seinem ganz eigenem Blickwinkel beurteilen. Ich selber war in den letzten Jahren Beobachter einer außerordentlich breiten und differenzierten Herangehensweise an die Ausschreibungsbearbeitung. Dabei bewegte sich das Spektrum der internen Abarbeitung oftmals zwischen den beiden Extremen: panisch-hektisch-bis-in-die-Nacht-gesessen bis gut-strukturiert-und-ruhig-gearbeitet. Die daraus resultierenden Schlussfolgerungen speisten die grundlegende Erkenntnis, dass nachträglich betrachtet zwar beide Wege zum Ziel führen können, allerdings nicht alle Formen der hektischen Betriebsamkeit dauerhaft von Vorteil sind. Vorausgesetzt natürlich, man befindet sich als Institution nicht permanent in einem finanziellem Überlebenskampf, steht mit dem Rücken zur Wand, weil keinerlei Spielraum vorhanden ist, und kann allein deshalb nicht ruhig und strukturiert in eine perspektivisch langfristig angelegte Fördermittelbeantragung gehen. Wer sich nicht in einem solchen Teufelskreis bewegt, der sollte immer auf eine gute Vorbereitung, Strukturierung und Langfristigkeit der Antragsbearbeitung setzen. Bewährt hat sich dafür die Erarbeitung und Nutzung eines übersichtlichen to do-Leitfadens mit großer Allgemeingültigkeit für alle Ausschreibungstexte. Erstens, damit man immer einen übersichtlichen Wegweiser durch die Beantragung vor sich hat. Und zweitens, damit kein wichtiges Detail vergessen wird. Im Einzelnen heißt das, dass ich bereits im Vorfeld klären muss, welche Erwartungen und Anforderungen auf mich zukommen. Stets vorausgesetzt, dass der Antragstext und die jeweiligen Förderrichtlinien bis ins Detail verstanden wurden. Wer dort unsicher ist, der sollte sich unbedingt um Auskunft bei den verantwortlichen Mitarbeitern der Vergabestelle bemühen. Klarheit sollte auch über die nachfolgenden Fragestellungen herrschen: Wer vergibt überhaupt diese Fördergelder? Und passt dieser Fördermittelgeber mit seinen Erwartungshaltungen zur eigenen konzeptionellen und institutionellen Ausrichtung. Wofür werden die Fördergelder vergeben? Und welche inhaltlichen Anforderungen sind daran geknüpft. Was muss getan werden, um die ausgeschriebenen Fördergelder tatsächlich zu erhalten? Und ist dies im Endeffekt realistisch leistbar und am Ende der Förderung detailliert nachweisbar und abrechenbar. Sicherlich müssten an dieser Stelle noch weitere wichtige Fragestellungen genannt werden. Doch bereits im Ansatz muss nachvollziehbar sein, das derjenige Antragsteller, der allein diese drei wichtigen Fragen nur mangelhaft oder gar nicht beantworten kann, mit großer Wahrscheinlichkeit während des Beantragungsverfahrens nicht zu den gut-strukturiert-und-ruhig-gearbeitet Beantragenden gehören wird.

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Projektfinanzierung leicht gemacht. Die erfolgreiche Beantragung öffentlicher Mittel für die EU- und Modellprojektförderung

Beatrix Herkströter: Projektfinanzierung leicht gemacht. Die erfolgreiche Beantragung öffentlicher Mittel für die EU- und Modellprojektförderung, Renningen 2002.

Beatrix Herkströter arbeitet seit mehreren Jahren als Beraterin für die EU-Förderung. In diesem sehr praxisnah ausgerichteten Buch eröffnet sie dem Leser einen detaillierten Einblick in ihr gesammeltes Wissen und fasst neben vielen informativen Hinweisen und Ratschlägen wichtige Punkte der Projektbeantragung, wie ich finde, sehr übersichtlich und nachvollziehbar zusammen. Als eines der zentralen Anliegen thematisiert sie insbesondere die Hürden in der Beantragung europäischer Fördermittel, wie beispielsweise die bürokratischen Herausforderungen der Antragsstellung, die oftmals von den Beantragenden in ihrer gesamten Komplexität nicht durchschaut werden. Eine Tatsache, in der ein erhebliches Frustrationspotential liegt, führt diese fehlende oder lückenhafte Verständnis der Antragslyrik doch oftmals zu Fördermittelablehnungen. Mit der systematischen Annäherung an das Thema der Fördermittelakquise wird es möglich, die im Buch aufgeführten Arbeitsmaterialien, Hinweise und Tipps schnell, verständlich und anwendungsbereit aufzunehmen. Besonderes bedeutsam ist dabei die Tatsache einer hohen Praxisrelevanz der dargestellten Handlungsanleitungen zur Projektbeantragung, so dass diese nicht nur Anwendung bei der Beantragung von EU-Fördermitteln finden, sondern ebenso bei der Beantragung von Bundes- oder Landesmitteln. Das Buch ist als praktischer Handlungsleitfaden mit seinen sieben Kapiteln verhältnismäßig klar und übersichtlich strukturiert. Dabei orientieren sich die Kapitel durchweg am zeitlichen Ablaufmuster eines Beantragungsprozesses. Dazu werden, neben einer kurzen Einführung der EU-Förderstrukturen, alle Arbeitschritte, über den Projektantrag, die Finanzierungsplanung bis hin zum richtigen Umgang mit den jeweiligen Bewilligungsbehören anschaulich und nachvollziehbar beschrieben:
- Die Europäischen Förderstrukturen – für viele Beantragende bereits die erste Hürde
- Das Anfertigen einer aussagefähigen Projektskizze
- Die effektive Fördermittelrecherche
- Der richtige Umgang mit den Bewilligungsbehörden
- Die Entwicklung einer förderfähigen Projektkonzeption
- Die Besonderheiten bei Beantragung transnationaler Projekte
- Das Erstellen tragfähiger Kosten- und Finanzierungspläne
Inhalt:
Hindernisse bei der Antragsstellung und Hinweise, wie diese zu umgehen sind – Programmanalyse – Formale und inhaltliche Bestandteile guter Projektkonzeptionen – Förderprioritäten – Besonderheiten transnationaler Projekte – Aufbau von Kosten und Finanzierungsplänen – Berechnung einzelner Kostenarten – Praxistipps.
Anmerkung:
Das Buch zeigt, wie beispielsweise aussagefähige Projektanträge zu entwickeln und tragfähige Kosten- und Finanzierungspläne zu erarbeiten sind.
Am Beispiel praxiserprobter Arbeitshilfen und Checklisten wird Antragsstellern zusätzlich Schritt für Schritt dargestellt, wie förderwürdige Projektanträge erfolgreich auf den Weg gebracht werden können.
Jedes der sieben Kapitel im Buch wird zusätzlich praktische Anregungen, Arbeitsmaterialien und Checklisten ergänzt. Mit der Auflistung weiterführender Internetadressen kann sich außerdem jeder Leser individuell und zielgerichtet in das Thema vertiefen. Der sachliche und gut lesbare Textaufbau erleichtert dabei das inhaltliche Verständnis ungemein, so dass das Buch viel zum besseren Verstehen der EU-Fördermittelbeantragung beiträgt. Damit ist das Buch ideal für Einsteigerinnen und Einsteiger, die bisher noch keine europäische Fördermittel beantragt haben. Eine Einschätzung, die auch nicht von der Tatsache getrübt wird, dass einige der Listen im Kapitel 7 noch aus DM-Zeiten stammen.

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Fördermittel schnell auf dem Konto. Wer hätte das nicht gerne?

Mal ehrlich, auf dem ersten Blick sieht es recht einfach aus: Fördermittel recherchieren, die gefundene Ausschreibung beantragen und dann die eingehenden Fördermittel ausgeben. Schön wär’s. Doch ganz so einfach wie hier überspitzt dargestellt ist der Weg zum Fördergeld eben doch nicht. Allerdings werden Fördergelder zunehmend an Bedeutung gewinnen. Schließlich sorgen Fördermittel dafür, dass eigene Vorhaben überhaupt realisiert werden können oder schlichtweg die Finanzierung abgesichert ist. Und noch eins was manche im Ausschreibungsgeschäft unerfahrende Antragsstellende allzu leicht vergessen. Wer finanzielle Hilfe benötigt und dies über Fördermittel abdecken möchte, der muss sich auch darüber im klaren sein, dass Fördermittel nicht heute beantragt werden und morgen zu Verfügung stehen. Vorausgesetzt man bekommt überhaupt den Zuschlag, so sind Fördermittel nicht für kurzfristige Finanzierungen geeignet, denn die Bewilligungszeiträume liegen normalerweise zwischen 6 und 12 Monaten. Das sollte jeder in Betracht ziehen, der Finanzierungslücken schnell mal Fördermittel abdecken möchte. Im Klartext heißt das, langfristige und vorausschauende Planung- und Beantragungsarbeit, bei der im Idealfall der Start des eigenen Vorhabens mit der eingerechneten Bearbeitungszeit abgestimmt sein sollte. Dies sollte bereits bei der zeitlichen Projektplanung Berücksichtigung finden.
Andererseits möchte ich mit diesem Text niemanden abschrecken, der wirklich Fördermittel beantragen möchte, denn wie heißt es so schön: wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Genau. Außerdem, wer Beantragungsverfahren aufgrund der damit einhergehenden Arbeitsbelastung scheut, der sollte danach nicht in die Argumentation verfallen: Wir werden ja sowieso abgelehnt, also brauchen wir uns erst gar nicht bemühen. Ein gewisses Risiko im Aufwand gehört eben schon dazu. Und die Chancen stehen im Ernstfall Fünfzig zu Fünfzig. Im Vergleich zum Lottospiel ist das schon mal gar nicht so schlecht.

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Lohnt sich eine aufwendige Fördermittelrecherche?

Zugegeben, diese Frage muss jeder individuell für sich beantworten. Fördermittel werden einem nicht frei Haus geliefert. Ebenso wenig bekommt man Fördermittel freigiebig wie eine Marktware angeboten oder gar hinterhergeworfen. Wer Fördergelder haben möchte, egal wofür, der muss zunächst von sich aus aktiv werden. Und das heißt zunächst recherchieren, recherchieren und nochmals recherchieren. Immer vor dem Hintergrund etwas zu finden was ideal zum eigenen Vorhaben oder zum eigenen Profil und Handlungsfeld passt. Recherchetätigkeit sollte deshalb nicht halbherzig, oberflächlich oder gar nebenbei getätigt werden, denn Recherche unter dem Motto: Es wird sich schon irgendetwas finden lassen, was sich bearbeiten und einreichen lässt, schränkt die eigenen Erfolgsaussichten und möglichen Fördergeldchancen von vorneherein erheblich ein. Denn auch hier gilt: Wissen eröffnet neue Perspektiven, neue Möglichkeiten und sichert dadurch im Endeffekt Geld. Geld, ohne dass das eigene Vorhaben nicht realisiert werden kann oder sogar die eigene Existenz in Gefahr gerät. Das sollte man sich immer bewusst machen, denn Fördermittelbeantragung ist immer Arbeit und immer Aufwand. Und dieser sollte sich stets auf das angestrebte Ziel, eine Finanzierung zu erhalten, fokussieren. So ist das genaue Wissen darüber, was ich, wo ich und wann ich etwas beantragen kann, immer von großem Vorteil. Schließlich haben auch andere Menschen die Idee sich um Fördermittel zu bewerben. Und einen Vorteil im Beantragungsverfahren zu haben kann deshalb nie schaden. Damit wird auch plausibel, je mehr Fördermittelausschreibungen ich in kurzer Zeit vorliegen habe, überblicken und auswerten kann, um so präziser kann ich meine Bewilligungschancen ausloten, in mögliche Fördervorgaben einpassen und im Endeffekt damit meine Bewilligungschancen deutlich erhöhen. Deshalb sollte der erste Schritt immer sein, die Fördermittelausschreibung zu finden, die am besten zu meiner Tätigkeit oder zu meiner Tätigkeitsausrichtung passt. Und das kann ich am besten, wenn ich fast alle Fördermittel für ein bestimmtes Fördergebiet schnell und ohne größeren Aufwand einsehen kann.

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