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Öffentliche Fördermittel, eine einfache Möglichkeit zur Projektfinanzierung?

Wer in öffentlichen Fördergeldern nur die unproblematische Möglichkeit sehen will, sich selber, das eigene Vorhaben oder gar eine sich auftuende Etatlücke nach eigenem Gutdünken zu schließen, der kann schnell auf dünnes Eis geraten. Denn öffentliche Fördermittel sind als solches Zuwendungen des Staates und damit immer an einen expliziten Zweck gebunden und mit Sicherheit nicht als Geschenk zu betrachten. Als staatliche Zuwendungen stehen Fördergelder vielmehr für ganz bestimmte Zielstellungen bereit. Dabei geht es den Vergabestellen insbesondere darum, konkrete politische und wirtschaftliche Ziele anzuschieben, zu stärken, zu stabilisieren oder einfach nur populär zu machen. Das sollte jedem Beantragenden der mit öffentlichen Fördergeldern plant klar sein, denn er als Empfänger hat die dafür vorgegebenen Kriterien nicht nur zu kennen und zu akzeptieren, sondern diese anschließend nachweislich und überprüfbar zu erfüllen. Deshalb kann es nie schaden, wenn man sich zu Beginn einer Beantragung öffentlicher Fördergelder einen Überblick darüber verschafft, welche Fördermittel es gibt und welche Bedingungen und Anforderungen diesen zu Grunde liegen. Wenn das geschehen ist und dabei einige vielversprechende Förderanträge herausgesucht sind oder in der engeren Wahl stehen, so sollte zunächst die zu jedem Antrag gehörende Förderrichtlinie genau durchgelesen werden. Beim Umfang einiger Förderrichtlinien kann das mitunter eine zeitaufwendige Tätigkeit sein. Doch den Text nur oberflächlich zu überfliegen, kann sich am Ende als fatal herausstellen. Schließlich wird in den Richtlinien genau definiert, wer antragsberechtigt ist und welche Rahmenbedingungen und Anforderungen zu erfüllen sind, welche Art der Finanzierung vorgegeben ist und über welchen Zeitraum diese erfolgt. Erst dann kann eine wirkliche Entscheidung darüber getroffen werden, ob sich der Aufwand und die Arbeit tatsächlich lohnen ein solches Programm zu bewerben. Sicher ist bei aller Professionalität der Antragsbearbeitung nur, dass es eine hundertprozentige Garantie für einen positiven Fördermittelbescheid nicht geben wird. Dazu spielen zu viele Faktoren in der Endabrechnung eine Rolle. Sicher gibt es Möglichkeiten die eigenen Chancen zu optimieren. Doch gleichgültig ob die Fördermittel am Ende der Beantragung gewährt werden oder eine Ablehnung eingeht, der Arbeitsaufwand bleibt für den Beantragenden im Endeffekt gleich. Auch das bleibt eine Tatsache.
Rechnet man alle öffentlichen Förderprogramme für das gesamte Bundesgebiet hoch, so sind ständig zwischen 1.500 und 2.000 verschiedene Ausschreibungen aktiv. Dabei zielt die Mehrheit dieser Förderprogramme daraufhin ab, die unterschiedlichsten Personen, Unternehmen, Institutionen oder Regionen zu unterstützen. Die Bedingungen für ihren Erhalt sind klar definiert, so dass im Endeffekt die politisch gewollten oder zumindest bevorteilten Ziele der ausschreibenden Behörde auch wirklich erreicht werden. Nur wer diese Bedingungsvorgaben akzeptiert und dies im Antragstext darstellt, kann relativ sicher mit Fördergeldern rechnen.

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